Das BUDDY-Projekt
Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.
Das ist das Motto des Buddy-Projekts, das wir an unserer Schule seit zwei Jahren praktizieren. Es unterscheidet sich nicht wesentlich von unserem Schulsinnspruch: Miteinander – füreinander und ist uns Nahariyanern deshalb auch sehr vertraut.
Bei unseren Schul-Buddys handelt es sich keineswegs um die knuddeligen Berlin-Bären, die in unserer Stadt an jeder Ecke herumstehen, sondern es sind hier Schüler unserer Schule, die mit besonderen Aufgaben betraut und für sie speziell ausgebildet sind. Das Wort Buddy leitet sich aus dem Englischen her und bedeutet Kumpel oder enger Freund. Dies beschreibt bereits ihre Aufgabe recht gut. Sie unterstützen Mitschüler und helfen bei der Lösung ihrer Probleme.
Hinter dem Buddy-Projekt steckt ein Grundgedanke aus dem Tauchsport, in dessen System die einzelnen Mitglieder aufeinander achten, sich gegenseitig unterstützen und helfen. Es handelt sich also um ein soziales Lernprogramm, das zum Ziel hat, ein verantwortungsvolles Miteinander am Lern- und Lebensort Schule zu ermöglichen.
Schüler werden als Buddys in Praxisprojekten aktiv und übernehmen Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.
Das Buddy-Projekt basiert auf der Methode der Peergroup-Education. Diese besagt, dass Kinder und Jugendliche einander beeinflussen, voneinander lernen und gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren. Ein - oder bei uns mehrere - Lehrer und Erzieher stehen den Buddys als Coach zur Seite und trainieren sie vom kommenden Schuljahr an in einer speziellen Weise. Dabei erwerben die Kinder zusätzlich soziale Kompetenzen, wie z.B. Kommunikations- oder Reflexionsfähigkeit.
Außerdem beruht unser Projekt auf einem systemischen Ansatz, der von der Voraussetzung ausgeht, dass sich Veränderungen im System auch auf das Ganze auswirken.
Wir richten uns bei unserer Arbeit nach den Bedürfnissen der Kinder und orientieren uns an ihrer Lebenswelt. Sie sind an der Entwicklung beteiligt, lernen an Alltagssituationen und erwerben so Schlüsselkompetenzen für ihr Leben.
Hier ein Beispiel unserer Arbeit:
In einer dritten Klasse richteten wir einen Marktplatz ein, auf dem jeder seine Kompetenzen anbieten und /oder Unterstützung erbitten konnte. Ein Schüler kam seit Monaten zu spät in die Schule und litt sehr darunter. Er bat deshalb um Unterstützung. Vier Kinder wechselten sich in der Folgezeit ab, ihn rechtzeitig von zu Hause abzuholen. Er kam nie wieder zu spät. Welch ein Erfolgserlebnis für das betroffene Kind und die Buddys!
Die Sorge eines anderen Kindes richtete sich darauf, keinen leckeren Schokoladenkuchen backen zu können. Welche Freude war es, als ein anderes Kind genau dafür Hilfe anbot! Am nächsten Tag konnten alle Kinder vom gelungenen Ergebnis dieser Zusammenarbeit profitieren: Sie durften den Kuchen verspeisen!
M. Gysi
Besondere Angebote im Schuljahr 2007 / 2008
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Förderung bei Lese- und Rechtschreibschwäche
Temporäre Lerngruppen
Förderung bei Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktiv-Syndrom (ADHS)
Buddy-Projekt
TALI-Projekt