AG Zirkus

Die Idee für einen schuleigenen Zirkus wurde auf einer Fortbildung an der Humboldt-Universität geboren, die zu Ehren des Vaters der Motopädagogik, Johnny Kiphardt, stattfand. Kiphardt entdeckte sehr früh den positiven Effekt, den gesteuerte Bewegung und gelenkte Clownerien auf alle Kinder, besonders aber auf verhaltensproblematische, ausübt. In diesem Zusammenhang trat der Zirkus Cabuwazi auf – und aus der Idee wurden konkrete Pläne.

Mit großem Erfolg in einer Projektwoche ausprobiert, entwickelte sich die Arbeitsgemeinschaft Zirkus, der „Zirkus Nahariya“ eben: Das Zirkustraining war ein Spaß für alle Beteiligten und wir hatten das Herz für die Manege entdeckt. Auch die Reaktion des Publikums gab uns recht: Akrobat schööööööööön!

Seitdem treffen wir uns einmal wöchentlich, nämlich mittwochs, und arbeiten mit Spaß, Schwung und Engagement an Programmen für unsere zahlreichen Auftritte, z.B. bei den Weihnachtsmärkten in der Bahnhofstraße, bei Kiezfesten, bei der Nahariya-Revue und im UFA-Zirkus selbst, denn um unser Repertoire zu erweitern, trainieren wir auch an externen Orten mit wirklichen Akrobaten, in letzter Zeit in Kooperation mit dem UFA-Zirkus.

Mit unserer Überzeugung, Kinder durch unser Zirkusprogramm zu motivieren, konzentriert und zielgerichtet zu arbeiten, gaben wir in jüngster Zeit dem Grips-Theater Anregungen zur Lösung für ihr Theaterstück „Die Faxen dicke“, das sich mit der Problematik ADHS auseinander setzt. Als die Schauspieler, der Regisseur und der Autor des Stückes uns im Unterricht besuchten, waren sie höchst erstaunt zu entdecken, dass die für ihr Stück angedachte Lösung, Zirkus, eigentlich schon ein alter Hut war, denn wir praktizieren es schon lange: Zirkus ist Therapie und tut allen Kindern gut – besonders aber Kindern mit ADHS.

So heißt es nun seit vielen Jahren an der Nahariya-Schule:

Manege frei für Clown Johnny und seine Freunde!

Pssst:
2006 erhielt der Zirkus übrigens eine begehrte Auszeichnung, nämlich einen mit 1000 Euro dotierten Preis der Landeskommission „Berlin gegen Gewalt“ im Roten Rathaus auf rotem Teppich vor der Prominenz ...

M. Gysi, M. Tober,L. Waldenmaier

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